Selz: Ab dem 65. Lebensjahr kehrt sich das Protein-Risiko um – Eiweißmangel erhöht dann die Sterblichkeit

In Longos eigener Studiendaten zeigt sich ab dem 65. Lebensjahr eine Umkehr: Nicht mehr hohe, sondern niedrige Eiweißzufuhr ist mit höherer Krebs- und Gesamtsterblichkeit assoziiert. Hintergrund ist die Sarkopenie - ab dem 30. Lebensjahr verliert der Mensch kontinuierlich Muskelmasse, bis zum 80. Lebensjahr können es bis zu 50 Prozent sein. Da Muskelmasse und Beinkraft starke Prädiktoren der Lebenserwartung sind (Studien zeigen 6,5 bis 10 Jahre längeres Leben bei guter Muskulatur), wird Eiweißmangel im Alter zum eigenen Risikofaktor.

Ab dem 65. Lebensjahr dreht sich plötzlich alles um. Und zwar plötzlich ist dann eine niedrigere Eiweißzufuhr mit einer höheren Krebssterblichkeit verbunden ... Zwischen dem 40. und 80. Lebensjahr haben wir sogar bis zu 50 Prozent Verlust der Muskelmasse.
Modell-KontextSchulmedizin / Geriatrie
Logiklog-stark
Akzeptanzakz-mittel
Fundstelleca. Min 8-10

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